Whisky und Zigarren | 20/07/2002 |
Diese Geschichte ereignete sich zu einer Zeit, als Österreichs Mitgliedschaft bei der EU noch in weiter Ferne lag und viele sogenannte Genussmittel zu wahrhaft stolzen Preisen verkauft wurden. Dazu gehörten in erster Linie Tabakwaren und Spirituosen. So war es natürlich eine Herausforderung und lohnende Aufgabe, diese Dinge dort einzukaufen, wo sie erheblich billiger waren. Das einzige Problem war nur, alles nicht nur unbemerkt sondern vor allem ungestraft ins Land zu bringen. Unzählige Strategien wurden entwickelt, die bizarrsten Verstecke dachte man sich aus, nur um sich mit teilweise absurdem Aufwand ein paar Schillinge zu ersparen. Aber die wirkungsvollsten Methoden sind halt doch noch immer diejenigen, die so einfach sind, dass keiner daran denkt. Oder fast keiner:
Einige Freunde waren mit mehreren Autos in Westeuropa unterwegs. Irgendwo deckten sie sich, sehr preisgünstig, mit einer größeren Menge Whisky und Zigarren ein. Als nun der erste zum Grenzübergang Walserberg/Salzburg kam und der Zöllner fragte: Haben sie etwas zu verzollen antwortete der Fahrer: Ich nicht, aber der im vierten Auto hinter uns hat 40 Liter Whisky und 3000 Zigarren! Beim nächsten Auto dieselbe Frage und der Fahrer antwortete: Ich nicht, aber der Dritte hinter uns hat 40 Liter Whisky und 3000 Zigarren! Dasselbe Frage- und Antwortspiel wiederholte sich auch bei den nächsten Auto, bis dann der schon vier Mal Angekündigte an die Reihe kam und der Fahrer auf die Frage, ob er etwas zu verzollen habe, frech antwortete: Ja natürlich, ich bin der mit den 40 Litern Whisky und den 3000 Zigarren ! Worauf der Zöllner, schon sichtlich genervt, mit einer abwinkenden Handbewegung, in ziemlich gelangweiltem Ton, aber sehr bestimmt, meinte: Wissens wos? - fohrns weida!