Katholisch | 24/09/2002 |
Ein junger Kaplan war in den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts in eine Pfarre nach Wien-Favoriten (10. Bezirk) gekommen. Er bezog mit den wenigen Möbeln und den vielen Büchern, die er besaß eine kleine Wohnung im letzten Stock des Pfarrhofes. Neben allerlei Krimskrams hatte er auch noch eine kleine Sammlung historischer Waffen.
Von den Fenstern konnte er auf die Straße sehen und so parkte er seinen VW-Käfer dort, um ihn in dieser neuen Umgebung etwas im Auge behalten zu können.
Eines späten Abends hörte er durch das halb geöffnete Fenster verdächtige Geräusche. Er warf einen Blick auf die Straße und sah, dass sich eine merkwürdige Gestalt an seinem Käfer zu schaffen machte und offensichtlich etwas stehlen oder abmontieren wollte. Er überlegte nicht lange, holte eine von seinen alten Flinten hervor, lud sie, ging zum Fenster und schoss einmal in die Luft. Der potentielle Dieb erschrak dermaßen, dass er von seinem Vorhaben abließ und augenblicklich das Weite suchte. Und der Kaplan rief ihm noch nach: Mir san zwoa katholisch, oba deppat san mia no laung net!