Schwarzkappler 2 | 13/09/2004 |


Viele viele Geschichten und Anekdoten gibt es über den Erfindungsreichtum jener, die unerlaubterweise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und sich immer wieder neue Tricks ausdenken um einer Kontrolle, und der auf den Fuß folgenden Strafe zu entgehen. So wie jene zwei Freunde, die eines Tages mit der Straßenbahn fuhren. Einer hatte einen Fahrschein, der andere nicht. Und wie es halt so ist, gerade wenn man nicht damit rechnet, schlägt der lange Arm des Gestzes zu. „Fahrscheinkontrolle“. Die beiden Freunde blieben vorerst ruhig sitzen und taten so, als ginge sie das Ganze überhaupt nichts an. Der Zug fuhr in eine Station ein, die Türen öffneten sich, Fahrgäste stiegen aus, Fahrgäste stiegen ein. Knapp bevor die automatischen Türen wieder zugingen, sprang einer der beiden urplötzlich auf und stürzte, panikartig zur gerade noch offenen Tür hinaus. Die in nächster Nähe stehenden Kontrollore zuckten zusammen, sahen wie elektrisiert dem flüchtenden, vermeintlichen Schwarzfahrer nach, sprangen im nächsten Augenblick ebenfalls aus dem Waggon und liefen ihm nach. Allerdings waren sie, wie sich kurz darauf herausstellte, dem Falschen hinterhergerannt. Derjenige ohne Fahrschein saß nämlich nach wie vor seelenruhig in der Straßenbahn und fuhr unbehelligt weiter.

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